Edin Mustafic

„Frage: Was ist Kunst? Kunst war, ist und wird immer ein Fehler des Systems sein! Sie ist die Freiheit zu Scheitern.“ (EM 2020)

Artist: Edin Mustafic, 2018

KURZBIO
Edin Mustafic ist am 25.08.1975 in Salzburg, Austria geboren. 2020 ist er nach Klagenfurt am Wörthersee umgezogen. Davor lebte er 15 Jahre lang zurückgezogen irgendwo im Innviertel, wo er sich von der „Welt“ isolierte. Seit 2015 tritt er erstmals als „Autodidakt“ im Kunstbereich in Erscheinung mit Ausstellungen in Berlin und Wien. Er beschäftigt sich vorwiegend mit Kunstfotografie und seit 2018 auch mit Objektkunst. Ende 2017 hat er nach jahrelangen Vorbereitungen das Kunst-Projekt: offspace | galerie panoptikum. gestartet, das er seither mit seiner Frau Patricia ehrenamtlich betreut.

Nach seinen ersten Gehversuchen als Künstler in Berlin und Wien (Galerie, MAF, photo::vienna) und Ausstellungen in seiner eigenen Galerie panoptikum., hat er 2019 erstmals auch den Sprung auf internationale Kunstmessen geschafft. 2019 nahm er an der Contemporary Art Fair JUSTMAD (X Edition) und 2020 an der ART MADRID 2020 (Soloausstellung) in Spanien teil.

Artist statement:
„Ich interessiere mich für Gemeinsamkeiten & Muster in unserer Welt. Einstellungen, Situationen, Vorstellungen und Dinge, die uns alle miteinander verbinden bzw. auch trennen. Es sind nicht die lauten, schreienden Situationen der Welt, die ich ablichte, sondern vielmehr versuche ich, ruhige und einsame Momente in unserer Zeit zu visualisieren, die losgelöst von Raum und Zeit existieren – oder auch nicht?! Ich arbeite bevorzugt im Studio, wo ich meine Motive aus ihrem gewohnten physischen, sozialen und kulturell geprägten Kontext extrahiere, um sie in einem Zustand der Isolation zu erleben. Im Grunde genommen, versuche ich einen gemeinsamen Nenner in unserer Welt zu finden – das verbindende ‚Etwas‘, das uns allen gleich ist.“

„Ich experimentiere mit Bildgestaltungskriterien, Sehgewohnheiten und Symbolen. Ich möchte versuchen, meine Betrachter zum Nachdenken anzuregen, damit Sie Ihre Welt kritisch beleuchten, hinterfragen und immer wieder von neuem sinnlich erfahren. Meine Arbeiten sind vorwiegend durch schwarz-weiß Fotografien charakterisiert.“

„In den letzten zwei Jahren habe ich angefangen in anderen Kunstgenres zu arbeiten – vor allem im installativen Bereich. Da ich einige Themen nicht fotografisch zufriedenstellend umsetzen kann, experimentiere ich in diesem Genre. „

S: Anatomie eines emotionalen Überfalls, 2015

Serie: Edin Mustafic – Anatomie eines emotionalen Überfalls, 2015

INHALT
Erkenne dich selbst. Ein kämpferischer Samurai, so heißt es in einer alten japanischen Legende, forderte einst einen Zenpriester auf, ihm Himmel und Hölle zu erklären. Doch der Priester antwortete verächtlich : ‚Du bist nichts als ein Flegel, mit deinesgleichen vergeude ich nicht meine Zeit!‘ In seiner Ehre getroffen, wurde der Samurai rasend vor Wut, zog sein Schwert aus der Scheide und schrie: ‚Für deine Frechheit sollst du mir sterben!‘ ‚Das ist‘, gab ihm der Priester gelassen zurück, ‚die Hölle‘. Verblüfft von der Erkenntnis der Wahrheit dessen, was der Priester über Wut gesagt hatte, die sich seiner bemächtigt hatte, beruhigte sich der Samurai, steckte das Schwert in die Scheide und dankte dem Priester mit einer Verbeugung für die Einsicht. ‚Und das‘, sagte der Priester , ‚ist der Himmel.‘

Die plötzliche Einsicht des Samurai in seinen eigenen Erregungszustand macht den entscheidenden Unterschied deutlich, ob man in seinem Gefühl befangen ist oder ob man erkennt, dass man von ihm fortgerissen wird. Sokrates Ermahnung ‚Erkenne dich selbst‘ spricht diesen Grundpfeiler der emotionalen Intelligenz an, sich der eigenen Gefühle im Augenblick, da sie auftreten, bewußt zu werden.

PRODUKTION:
Titel: Anatomie eines emotionalen Überfalls | Jahr: 2015 | Print: 30×30 cm | Tinte: Epson Ultra Chrome K3 Pigment Ink | Papier: Hahnemühle Fine Art Ultrasmooth, 305 g/m²| Rahmung: Museumsrahmung Aluminium schwarz, (ca) 32×32 cm Stärke: 20 mm, Museumsrückkarton, säurefrei | Glas: Clarity 92% / Museumsglas | Serie: 20 Einzelaufnahmen | Edition A: 1 (+1 AE) | Preis: € 16.000,00

Interpretation: RUBENS, 2014

Serie: Edin Mustafic – Interpretation: RUBENS, 2014

INHALT
Pieter Pauwel Rubens. 1577 – 1640. Rubens Werke sind geprägt durch Licht und Farbigkeit. Seine Freude an der sinnlichen Erscheinung bildet einen scharfen Gegensatz zu der weltentrückten Frömmigkeit der alten Schule. Rubens Streben ging auf Lebendigkeit der Darstellung und auf koloristische Wirkung. Ich habe bestimmte Motive ausgesucht und freigestellt, die ich dann in einem eigenen kolorierten Hintergrund eingebettet habe. Dadurch bleibt die Lebendigkeit und Farbenvielfalt erhalten, und ich habe gleichzeitig die typische Rubens-Mythologie und Religion aus den Bildern entfernt. Die Sujets sind nicht mehr Teil der ursprünglichen Darstellung und enwickeln eine ganz eigenständige Dynamik in diesem künstlich hergestellten Raum.

PRODUKTION:
Titel: Interpretation: RUBENS | Jahr: 2014 | Print: 48,3×32,9 cm | Tinte: Epson Ultra Chrome K3 Pigment Ink | Papier: Hahnemühle Fine Art Ultrasmooth, 305 g/m²| Rahmung: Museumsrahmung weiß, (ca) 75×50 cm Stärke: 30 mm, Museumsrückkarton, säurefrei | Glas: Clarity 92% / Museumsglas | Serie: 8 Einzelaufnahmen | Edition A: 5 (+1 AE) | Preis: € 1.050,00

Titel: Interpretation: RUBENS | Jahr: 2014 | Print: 105,8 x 71,1 cm | Tinte: Epson Ultra Chrome K3 Pigment Ink | Papier: Hahnemühle Fine Art Ultrasmooth, 305 g/m²| Rahmung: Museumsrahmung weiß, Museumsrückkarton, säurefrei | Glas: Clarity 92% / Museumsglas | Serie: 8 Einzelaufnahmen | Edition B: 1 | Preis: auf Anfrage!

Unscharf #02, 2014

Serie: Edin Mustafic – Unscharf #02, 2014

INHALT
Ein Versuch die Phantasie des Betrachters zu stimulieren. Bernd Hüppauf widmet sich in seinem Aufsatz Zwischen Imitation und Simulation – Das unscharfe Bild von 2006 dem Phänomen des unscharfen Bildes und seiner Rezeption. Hüppauf zufolge ist Unschärfe ‚eine visuelle Simulation, die die Regeln der Imitation und Dokumentation verletzt‘. Die simulierte Bewegungsunschärfe reduziert das Bildmotiv auf Formen, Linien und schemenhafe Flächen und erhöht gleichzeitig die Bilddynamik. Die Unschärfe entzieht dem Bild den Status der Einmaligkeit.

Der aus dieser Kontroverse erwachsene Streit um die Bedeutung des Details und der Schärfe fußt allerdings nicht nur in einer reinen Mediendebatte, sondern findet seinen Ursprung auch in der erkenntnistheoretischen Frage, ob die Wahrheit im objektiv Messbaren (der Schärfe) oder im Wesen der Sache (der Unschärfe) zu finden sei. Dort, wo die Unschärfe nicht nur Teile des Bildes sondern das gesamte Foto betrifft, geht es vor allem um die Übetragung eines Gefühls bzw. Eindrucks. Der Gegenstand wird durch seine Repräsentation oder sein Symbol ersetzt. Das Bild wird zum Zeichen und die Fotografie wird aufgrund der bildlichen Grundverfasstheit der Welt zur universellen Sprache erhoben.

PRODUKTION:
Titel: Unscharf #02 | Jahr: 2014 | Print: 50×50 cm | Tinte: Epson Ultra Chrome K3 Pigment Ink | Papier: Hahnemühle Fine Art Ultrasmooth, 305 g/m²| Rahmung: Museumsrahmung weiß, (ca) 90×70 cm Stärke: 30 mm, Museumsrückkarton, säurefrei | Glas: Clarity 92% / Museumsglas | Serie: 9 Einzelaufnahmen | Edition A: 1 (+1 AE) | Preis: € 4.5000,00

Titel: Unscharf #02 | Jahr: 2014 | Print: 100×100 cm | Tinte: Epson Ultra Chrome K3 Pigment Ink | Papier: Hahnemühle Fine Art Ultrasmooth, 305 g/m²| Rahmung: Museumsrahmung weiß, Museumsrückkarton, säurefrei | Glas: Clarity 92% / Museumsglas | Serie: 9 Einzelaufnahmen | Edition B: 1 | Preis: auf Anfrage!